Mein erster Klimmzug

Vor fast einem Jahr (ja solange ist es schon her) haben wir ein Programm vorgestellt, mit dem ich meinen allerersten Klimmzug schaffen sollte. Ich musste mir damals eingestehen, dass mein Experiment gescheitert ist.  Nach den vier Wochen habe ich das Programm nicht mehr durchgezogen, weil ich keine Lust mehr hatte. Aber jetzt hab ich es geschafft: Ich konnte meinen Körper letzte Woche mit gestreckten Armen hochziehen.

Tag X war der 11.04.2012. Lange hat es gedauert, aber endlich ist es mir geglückt, einen passablen Klimmzug abzuliefern. Am Abend kam es über mich und ich musste mich an unser Hochbett hängen. Mit dem Untergriff gelang es mir dann, mich komplett mit gestreckten Armen bis nach oben zu ziehen. Ich war stolz wie sonstwas und rief sofort nach meinem Freund. Leider ist es schwer, gleich nach dem ersten einen zweiten Klimmzug zu machen. Für einen Anfänger wie mich aussichtslos. Daher wartete ich einige Minuten und führte ihm dann mein Meisterwerk vor.

Wie habe ich es doch noch geschafft?

Ich habe regelmäßig (mindestens zwei- bis dreimal die Woche) trainiert. Mit Expandern und dem Bulgarian Bag lässt sich ein gutes und abwechslungsreiches Programm durchführen, was neben dem Muskelaufbau auch noch Spaß mitbringt. Darüberhinaus hat sich das Bouldern zu einer meiner Lieblingssportarten etabliert. Auch dies lag mir zwei- bis dreimal die Woche am Herzen. Nach langer Zeit in Überhängen und mit unterstützten Klimmzügen sowie zahlreichen Ruderschlägen und Liegestützen kam dann ganz heimlich der Moment, wo es ging.

Trotz der Schulterschmerzen, die ich nach mehreren Klimmzügen (mit ausreichender Pause dazwischen) habe, kann ich mit Stolz sagen: Ich habe ein lang gehegtes Ziel erreicht!!! Mein neu gestecktes ist ein Klimmzug im Obergriff. Aber ich denke, dass das eine Frage der Zeit ist. Klimmziehen wird jetzt regelmäßig mit trainiert, um immer mehr schaffen zu können.

Ich hoffe, mit meinem Erfolg einige von euch zu motivieren, an einem Ziel festzuhalten. Auch wenn etwas momentan unmöglich erscheint, ist der Augenblick mit regelmäßigen Bemühungen irgendwann da. Oder vielleicht habt ihr schon was erreicht, für das ihr lange und hart arbeiten musstet? Postet es, es würde mich interessieren!!!

Ganz viele Erfolgswünsche für eure gesteckten Ziele, bis zum nächsten Mal!

  • monz

    Gratulation zum ersten Klimmzug. Ich habe vor ca. 1 Jahr auch meinen ersten geschafft. Wahrscheinlich peinlich für einen Mann, aber bis dahin hat es ca. 2 Monate gedauert („Teilklimmzüge von unten“, Hochhüpfen und möglichst langsames Herunterlassen und Anheben des Körpers im Liegen mit aufgesetzten Fersen (mit 2 Seilen, die ich an den Enden der Stange befestigt hatte). Dass ich die Stange an einer Stelle angebracht hatte, an der ich sie häufig sehe, hat ein bischen geholfen („aus den Augen, aus dem Sinn“ geht dann eben nicht).

    Es ist wirklich frustrierend, wenn man sich nach zig Wochen an die Stange hängt und noch immer nach einem kleinen Stückchen nichts mehr geht. Man kommt sich vor wie ein nasser 200kg-Sack an einem Bindfaden.
    Heute staune irgendwie immer noch, wenn ich mich drunterstelle, strecke (Boden Stange knapp 2,40m, ich bin 1,85m) und ohne allzugroße Anstrengung mal eben – zack und ohne Trara, egal, ob mit angezogenen Beinen oder „gerade“ – bis zum Hals (auch „explosiv“, wenn ich will), trotz meines … nicht ganz geringen Gewichts, hochziehen kann.
    Inzwischen übe ich regelmäßig 2-3x pro Woche und schaffe pro Satz etwa 10 saubere Klimmzüge im Untergriff und 7-8 im Obergriff. Nachteil (na ja, irgendwie nicht nur ^^): viele meiner Hemden passen mir an den Oberarmen jetzt nicht mehr. Jedenfalls ist das die beste Oberkörper-Grundübung überhaupt, finde ich. Bizeps, Unterarme, Lat, Schultern, fast alles wird dabei trainiert. Sogar die Griffkraft, was mir bei anderen Übungen wieder hilft. Und man kann auch noch beliebig variieren: weit/mittel/eng, Obergriff/Untergriff/Kammgriff, schnell/langsam.

    Mach‘ auf jeden Fall weiter. Selbst, wenn man sich mal längere Zeit nicht verbessern kann, ist dies kein Vergleich zum Kampf um den ersten Klimmzug (manche mögen das lächerlich finden, aber wer sich mit so etwas schwer tut, weiß, wovon ich rede).